Tool Gebäudeeffizienz-Inspektor

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Bestimmung von Effizienzfaktoren sowie Funktionalität der Gebäudeautomation

Automation im Gebäude hilft Energie zu sparen und implementiert zusätzlich Sicherheits- und Komfortfunktionen. Doch wie groß ist die zusätzliche Energieeffizienz durch den Einsatz von Gebäudeautomation?

Jeder, der ein Grundverständnis von Gebäuden und deren Anlagentechnik (Heizung, Lüftung, Klimatisierung) hat, ist mit dem kostenlosen Tool „Gebäudeeffizienz-Inspektor“ in der Lage, die obigen Fragen beantwortet zu bekommen. Ohne sich in technischen Details zu verlieren, gibt dieses Tool Anregungen und Handlungsempfehlungen, ob sich die (weitere) Einführung von Gebäudeautomation lohnt.

Die durch dieses Tool erstellten Auswertungen sind eine mögliche Grundlage für weitere Gespräche mit zuständigen Fachplanern und Systemhäusern, deren Einbeziehung für eine konkrete Umsetzung natürlich nach wie vor sinnvoll und erforderlich ist. Das Tool ist somit nicht nur für einen interessierten Personenkreis, sondern besonders auch für Fachplaner geeignet, die den nutzungs- und ergebnisorientierten Dialog mit ihren Kunden suchen.

Berechnungsgrundlage: EN 15232

Zur Abschätzung der Energieeinsparungen durch Gebäudeautomation existiert die Norm EN 15232. Mit Hilfe von Checklisten können Gebäude in Energieeffizienz-Klassen unterteilt und ein Energieeffizienz-Faktor berechnet werden. Durch den Vergleich von Ist- und Zielausstattung lässt sich auf Basis dieser Norm abschätzen, wie groß die mögliche Reduktion des Energiebedarfs durch die (weitere) Einführung von Gebäudeautomation ist.

Dieses Tool nutzt die gute Grundlage der Norm und erleichtert den Zugang und die Handhabung der darin enthaltenen Informationen. Die in diesem Tool verwendete Checkliste ist textlich angepasst und interaktiv aufgebaut.

 

Ermittlung von energetischem Einsparpotenzial durch Gebäudeautomation und Ausgabe von funktionalen Anforderungsbeschreibungen

Auf Basis des Ist-Standes kann die Gebäudeautomation bewertet werden und bei Bedarf können auch mehrere Varianten angelegt und verglichen werden.

Besonderes Highlight der Software ist, dass unmittelbar berechnet werden kann, um wieviel Prozent der Energiebedarf bei (weiterer) Einführung von Gebäudeautomation sinkt. Denn nur bei Angabe des energetischen Einsparpotenzials lässt sich oft die Einführung von Gebäudeautomation begründen.

Wenn mit dem Tool ein optimaler Automationsgrad ermittelt wurde, kann man zudem sogenannte „funktionale Anforderungen“ ermitteln und exportieren, um diese im Rahmen von Ausschreibung, ‚Erläuterungsberichten oder Beauftragungen von Planern als Grundlage zu verwenden.

Aktuelle Version

Version 3.0 Neu: Version 2017 der EN 15232, Anlegen und Vergleichen von Automationsvarianten, Ermittlung und Ausgabe von funktionellen Beschreibungen

Zum Tool

Link zum Tool Link zu den Tutorials Checkliste (PDF)

Meinung aus der Praxis

Das Programm ist ein pragmatisches Werkzeug zur Ermittlung sinnvoller Maßnahmen durch Gebäudeautomation.

Wir empfehlen es deshalb im Rahmen der bundesweiten Weiterbildungsmaßnahme E-GO des ZVEH (Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke).

Hans Auracher, Vorsitzender des Landesinnungsverbands für das Bayerische Elektrohandwerk