Smart Caravan

Alle sprechen vom Smart Home. Was ist aber mit Wohnwagen und Reisemobilen – kurz: „Smart Caravan“? Immerhin ist das das „Zuhause für Unterwegs“. Zudem steigen seit Jahren deren Verkaufszahlen.

In ihrer Bachelorarbeit („Smart Caravan. Analyse der Akzeptanz von SmartHome-Technologien im Reisemobil anhand einer Nutzerbefragung zur Entwicklung eines Kunden-Konfigurationsplaners“, 2019) hat sich Fr. Johanna Wucherpfennig diesem Thema gewidmet. Sie hat mögliche Anforderungen an einen „Smart Caravan“ zusammengestellt und über mehrere Umfragen – teils online und teils persönlich auf Campingplätzen – durchgeführt. Im Anschluss hat sie Empfehlungen für die Grundausstattung sowie optionale Extras je nach Größe/Art des Reisemobils erstellt. Die vollständige Ergebnispräsentation finden Sie am Endes des Beitrages zum Download.

Themenumfeld „Smart Caravan“

Da der Bereich Smart Home in der breiten Gesellschaft immer mehr ankommt, bietet sich ein Technologietransfer von Gebäudeautomation auch zum Reisemobil an.

Für die Generation, die mit „smarten“ Technologien aufgewachsen ist und diese selbstverständlich im Alltag nutzt, könnte dies eine attraktive Anregung zum Nutzen eines Freizeit-Fahrzeugs darstellen.

Aber auch für die ältere Generation wäre es eine Erleichterung im Urlaubsalltag ihr Reisemobil auch im höheren Alter noch nutzen zu können. Vergleichbar ist hier die Nutzung von Elektrofahrrädern, die ebenfalls einen komfortableren Nutzen darstellen und auch mit körperlicher Einschränkung einen weiteren Gebrauch ermöglichen.

Aufgabenstellung

Es galt herauszufinden welche unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedene Nutzergruppen haben. Deshalb wurden in einer Umfrage verschiedene Features abgefragt, die in einem smarten Caravan verbaut werden könnten. Hierbei wurde bewusst nicht auf die technische Umsetzung eingegangen. Der Endverbraucher soll unabhängig von der technischen Problemstellung entscheiden können, was er für sein Wohlbefinden benötigt oder als sinnvoll erachtet.

Durch die Umfrage konnte eine Bewertung der jeweils für die Teilnehmer wichtigsten Aspekte für kategorisierte Fahrzeugklassen gemacht werden.

Mit dieser Bewertung wurden im Anschluss verschiedene Konfigurationsplaner für die verschiedenen Fahrzeugklassen erstellt. Diese können als Leitfaden für ein Kundengespräch dienen, wodurch sichergestellt wird, dass im Verkaufsgespräch keine Details vergessen werden. Ebenso soll dadurch eine fachmännische Beratung für die Kunden ermöglicht werden.

Durchführung und Ergebnisse

Abbildung 1: Fahrzeugklassen zum Vergrössern hier klicken

 

Bereits zur Umfrage wurde in die in Abbildung 1 dargestellten Fahrzeugklassen unterschieden.

Der Hintergrund ist der, dass sich die typischen Nutzer einer Fahrzeugklasse in Alter bzw. Ansprüche stark unterscheiden können.

Abbildung 2: Untersuchte Kategorien zum Vergrössern hier klicken

 

Zu jeder Fahrzeugklasse wurde dann eine Reihe von technischen möglichen Features vorgeschlagen und in Bezug auf Akzeptanz untersucht. Abbildung 2 zeigt die übergeordneten Kategorien.

 

Abbildung 3: Auszug aus der Präsentation der Bachelorarbeit zum Vergrössern hier klicken

Basierend auf den Auswertungen ergab sich für jede Fahrzeugklasse und Kategorie eine Auswertung gemäß Abbildung 3.

In dieser Abbildung sind zum einen die detaillierten technischen Features einer Kategorie und deren Bewertung zu sehen. Dabei bezeichnet „Serie“ ein Feature, das so sinnvoll erscheint, dass es bereits in die Grundausstattung der betreffenden Fahrzeugklasse aufgenommen werden sollte.Um als „Serie“ bezeichnet zu werden, mussten mindestens 50% der Befragten das Feature als „unbedingt“ gewünscht und weniger als 20% der Befragten das Feature als „irrelevant“ ausgewählt haben.

Mit „Miniplaner“, „Optional“ und „irrelevant“ wurden die anderen Features in absteigender Akzeptanz bezeichnet. Dabei sind die Features „Miniplaner“ zumindest die, die zu einem Verkaufs-/Beratungsprozesses im Rahmen eines kleinen Konfigurationsplaners angeboten werden sollten.

 

Die vollständige Ergebnispräsentation finden Sie zum Download hier:

Download „Smart Caravan – Abschlusspräsentation“ (PDF)

 

Tipp des Monats 03/19 als pdf

Kommentare

  • Yusuf Koer | Mrz 26,2019

    Sehr interessanter technologietransfer von Gebäudeautomation zu SmartCaravan, wäre ich erstmal so nicht drauf gekommen. Dennoch ist der Ansatz absolut richtig und denke hier können wir auch als hersteller mal die Fühler ausstrecken.

    Danke für diesen interessanten „Tipp des Monats“

  • Kommentieren

    Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht! Ihre Nachricht wird zeitnah veröffentlicht!